Tuxtape!


I.3
24/11/2009, 19:08
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3. Auch einem Lokomotivführer fällt es jährlich wenigstens einmal ein, dass seine Beziehungen zu seiner Lokomotive durchaus nicht zwingend sind und er von seinem Ehegespons nicht viel mehr weiß als nach jener warmen Nacht im Bois. (Hätte ich La Vilette genannt oder die Theresienwiese, so wären beide Beziehungen gänzlich illusorisch; Fingerzeig für Habili-tanten: „Über topographische Anatomie, psychischen Luftwechsel und Verwandtes.“) Im Hotel Ronceray oder in Piccadilly kommt es hingegen bereits vor, dass es verteufelt unklar wird, warum man jetzt gerade auf seine Hand glotzt und trillert, sich kratzen hört und seinen Speichel liebt. Diesem scheinbar so friedlichen Exempel ist die Möglichkeit, dass das penetrante Gefühl der Langeweile zu einem Gedanken über ihre Ursache sich emporturnt, am dicksten. Solch ein lieblicher Moment arrangiert den Desperado (o, was für ein Süßer!), der als Prophet, Künstler, Anarchist, Staatsmann etc., kurz als Rasta Unfug treibt.

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