Tuxtape!


franquin #2.
22/06/2009, 19:47
Filed under: franquin, No brown after six.

bisher hatte der spiegel seine wirkung verfehlt.

vielmehr bot sich ihm ein bemitleidenswerter, ins belustigende gleitender anblick. an seinem linken mundwinkel ronn eine spur schwarzen speichels herunter. einige sekunden starren blickes verweilend folgte ein flüssig-flatternder hustenanfall.
es schien, als hätte er auf kunstvolle weise seine nase im tintendöschen platziert, dort eine nicht geringe menge aufgesogen welche durch seinen, von zartrosa lippen eingefassten mund wieder abgegeben werden musste.
nachdem er sein gesicht, seinen hals und ebenfalls seine brust gereinigt hatte, begann er mit größter mühe und genauigkeit, erlebtes, durchträumtes zu rekapitulieren und auf einem schiefertäfelchen variantenreich nebst flüchtigen skizzen niederzuschreiben.

seiner durchführung ließ er gewissenhafte sorgfalt in der form angedeihen, inhaltlich jedoch befand er sich bereits bei der transformation des kontextes, der klitterung der eindrücke und verfolgte strikt die konstruktion einer anekdote, die in seinen kommunikationsplan eingegliedert werden musste.

Advertisements


franquin #1.
22/06/2009, 19:44
Filed under: franquin, kleines & makro.

franquin walked down the road. the coercive geometry of his new neighbourhood, everything was serialized in some subliminal perceivable mathematical structure, urged him to feel kinda awkward about his situation.

it seemed to him, the more he approached his destination, the sound of his presence increased in loudness. „how deafening!“ were his last thoughts before he puked on a flawless bed of tulips.

he felt passersby gazing at him and tried to locate human resonance. he couldn’t. when he opened his eyes, he was surrounded by about four or five men bending over him. they had no face at all, but just one giant yellowish-red eye and a tremendous wide mouth, that emitted nothing but pure coldness…